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LinkedIn und Xing: Hier findest Du die richtigen Bewerber:innen

Hättest Du gedacht, dass knapp die Hälfte der Führungskräfte im Jahr 2021 etwas Verrücktes gewagt haben? Statt auf altbewährte Bewerbungsmaßnahmen zu setzen, haben 50 Prozent der Unternehmen Social Media als Recruitingkanal genutzt. Keine Frage: Klassische Jobbörsen wie Stepstone oder Indeed sind noch nicht abgeschrieben und liegen immer noch weit vorne. Doch es lohnt sich, seinen Blick schweifen zu lassen und einen genaueren Blick auf die Business-Plattformen LinkedIn und Xing zu werfen.

LinkedIn und Xing: Eine Einführung

Bei LinkedIn und Xing handelt es sich um Netzwerke zum Knüpfen und Pflegen von Geschäftskontakten. Puuh, das klingt erst einmal trocken. Denn während auf anderen sozialen Medien, wie Instagram oder TikTok, die Unterhaltung und der eher oberflächliche Austausch im Vordergrund steht, wirkt „Business“ erst einmal trocken und distanziert. Doch das stimmt gar nicht! Die Nuzter:innen der Business-Netzwerke haben Herz und Humor, auch wenn sie dies nicht mit lustigen Tanzeinlagen unter Beweis stellen. LinkedIn und Xing setzen auf Mehrwert. Die Netzwerke holen all jene ab, die sich beruflich weiterbilden möchten und gerne auf dem neusten Stand sind. Ideal, um das Thema Bewerbung anzugehen!

Doch gibt es einige relevante Unterschiede zwischen den beiden Netzwerken Xing und LinkedIn. Abhängig von der Zielgruppe, die Du ansprechen möchtest und dem Ziel, das Du verfolgst, eignet sich eine der beiden Plattformen eher für Dich und Dein Unternehmen.

Die Unterschiede zwischen LinkedIn und Xing

Ein großer Unterschied liegt bei den Nutzer:innen. LinkedIn ist ein weltweit genutztes Netzwerk, das global betrachtet, Marktführer ist. In Deutschland sieht das Ganze allerdings etwas anders aus. Hier hat Xing die Nase vorn. Xing konzentriert sich ganz klar auf den deutschsprachigen Raum.

Technisch gesehen bietet LinkedIn mehr Möglichkeiten. Denn Hashtags lassen sich zum Beispiel auf Xing noch nicht integrieren. Auch ist das Verlinken von Personen in einem Artikel nur eingeschränkt möglich. Auch wenn es um Reichweite und das Platzieren von Artikeln geht, hat LinkedIn (noch) die Nase vorn. So ist es auf LinkedIn beispielsweise möglich, mit einem Beitrag Ansichten im fünf- bis sechsstelligen Bereich zu erzielen. Ohne immens viele Follower haben zu müssen. Und ohne Geld dafür ausgeben zu müssen.

Wenn es Dir um die Themen Netzwerk, Jobs oder auch Events geht, braucht Xing sich allerdings nicht zu verstecken. Auch der fachliche Austausch steht hier an erster Stelle. Ebenso wird die Plattform mit einem bevorstehenden Berufswechsel in Verbindung gebracht. Spätestens wenn Du mit dem Gedanken spielst, Dir einen neuen Job zu suchen, legst Du Dir ein Konto auf Xing an. Falls Du noch keins hast. Headhunter sind auch wahnsinnig aktiv in diesem Netzwerk. Die Anfragen, ob man an einer neuen Herausforderung interessiert sei, können teils schon fast nerven.

Die Zielgruppe auf LinkedIn und Xing

Auf LinkedIn sind weltweit 830 Millionen Nutzer:innen unterwegs. Im DACH Raum sind es 18 Millionen. Im B2B Bereich ist LinkedIn DIE zentrale Anlaufstelle. Aber auch Student:innen oder Berufseinsteiger:innen nutzen die Plattform, um mitzureden und in der Berufswelt Fuß zu fassen.

Während LinkedIn bis vor Kurzem überwiegend für fachliche Themen genutzt wurde, finden inzwischen viele private Beiträge Anklang bei den Followern. Auch wenn es nach wie vor nicht darum geht, Bilder vom Essen zu teilen, sieht man immer häufiger Urlaubsfotos oder auch mal das eine oder andere Haustier.

Auf Xing ist der deutsche Mittelstand vertreten: 59 % der Mitglieder arbeiten in Unternehmen mit bis zu 500 Mitarbeiter:innen. Xing hat im DACH Raum rund 20 Millionen Nutzer:innen, davon kommen rund 17 Millionen aus Deutschland.

Die Werbeanzeigen auf LinkedIn und Xing

Bei Werbeanzeigen im Internet versucht man nicht nach dem Gießkannen-Prinzip vorzugehen und Streuverluste in Kauf zu nehmen, sondern gezielt die passenden Profile anzusprechen. Während Facebook eine ganze Zeit lang der Vorreiter war, was den effizienten Budget-Einsatz und das zielgenaue Ausstrahlen von Anzeigen angeht, haben LinkedIn und Xing einiges aufgeholt.

Mit dem Kampagnen Manager kannst Du auf LinkedIn Deine Anzeige bis ins kleinste Detail planen und personalisieren. Folgende Schritte durchläufst Du bei der Erstellung Deiner Anzeige:

  • Ziel festlegen
  • Targeting  Kriterien (dt. Ausrichtungskriterien) bestimmen
  • Anzeigenformat wählen
  • Budget und Zeitplan einstellen
  • Entwurf ansehen
  • laufende Kampagne auswerten und optimieren

Bei Xing gibt es ebenfalls einen AdManager (dt. Anzeigenmanager). Hier kannst Du zwischen Werbeanzeigen mit Bild oder Video entscheiden. Auch hast Du die Möglichkeit, Werbeanzeigen zu schalten, mit dem Ziel Neukund:innen anzusprechen, deren E-Mail-Adressen Du einsammelst (sogenannte Lead Ads). Ähnlich wie bei allen anderen Werbeanzeigenmanagern auch, kannst Du Deine Zielgruppe so spezifisch wie Du willst angeben und eingrenzen.

So findest Du auf LinkedIn und Xing Deine neuen Mitarbeiter:innen

Jobsuche Xing und LinkedIN

Du kannst selbst entscheiden: Nutzt Du die Karrierenetzwerke als Recruiting-Tool oder lieber als Social Selling Instrument?

Das waren viele englische Marketingbegriffe: Jetzt nochmal langsam!

Zum einen kannst Du auf LinkedIn und Xing von den kostenlosen Stellenanzeigen Gebrauch machen. Diese Stellenanzeigen kannst Du in einem Beitrag teilen und interessante Nutzer:innen verlinken, um an die richtigen Profile zu kommen. Das ist die Variante, in der Du eher passiv unterwegs bist und mehr oder weniger darauf wartest, dass geeignete Talente auf Dich zukommen. Auf diese Weise nutzt Du die Netzwerke als Recruiting-Tool.

Du kannst aber auch selbst aktiv werden und die detaillierte Such- und Filterfunktion nutzen, um nach passenden Bewerber:innen zu suchen. Bei der Suche lassen sich etliche Kriterien auswählen und eingrenzen, sodass Du direkt die Spreu vom Weizen trennen kannst. So nutzt Du die Netzwerke als Social Selling Instrument für Dich.

Doch es geht noch weiter: Eine weitere Möglichkeit, die sehr viel menschlicher und nahbarer wirkt als eine klassische Stellenanzeige, ist ein Beitrag, in dem Du das Jobangebot beschreibst. Solche Texte können Informationen über Dich als Mensch, Dich als Arbeitgeber:in und natürlich die zu besetzende Position enthalten. Du kannst auch Deine Wunschkandidat:innen beschreiben oder eine Beispielsituation, für die Du Unterstützung suchst!

Mit solchen als Beitrag verpackten Jobbeschreibungen bekommst Du kostenlos jede Menge Reichweite, denn durch das Liken und Kommentieren von Nutzer:innen aus Deinem Netzwerk wird der Beitrag in den Feed von vielen Menschen gespült, von denen Du noch nie ein Wort gehört hast. Das ist nicht nur eine super kostengünstige Alternative zu klassichen Werbeanzeigen auf Social Media sondern auch besonders effektiv!

linkedIn Jobsuche Stellenanzeige

Fazit: Was ist besser – LinkedIn oder Xing?

In diesem Fall gibt es kein besser oder schlechter. Es ist also eine kleine Geschmacksfrage, für welches Netzwerk Du Dich letztendlich entscheidest.

Jedes der beiden Netzwerke hat seine Vorzüge und spricht mit der Optik und den Funktionen unterschiedliche Leute an. Manch einer würde den Vergleich zwischen LinkedIn und Xing vielleicht mit dem Vergleich zwischen Apple und Android gleichsetzen. Man entscheidet sich für eine Seite und denkt das restliche Leben nicht mehr darüber nach, zu wechseln.

Andere sehen die optimale Lösung in der Ergänzung und parallelen Nutzung der Karriereportale. Vermutlich solltest Du für Dich herausfinden, was Dich eher anspricht, womit Du Dich lieber beschäftigen möchtest und wo Du Deine Ziele besser erreichen kannst. Ganz viel Erfolg bei der Suche nach geeigneten Bewerber:innen!

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Nele Flenter

Nele Flenter

Sie ist leidenschaftliche Texterin und versteht es, mit ihren Worten Emotionen zu wecken. Neben ihrer authentischen Art legt sie Wert darauf, auf Augenhöhe mit den Leser:innen zu kommunizieren. Sie nimmt ihre Leser:innen metaphorisch an die Hand und führt sie durch ihre Texte. Insbesondere beim Schreiben für Themen im Onlinemarketing-Segment kommen ihr diese Eigenschaften zu Gute. Am liebsten schreibt sie Blogartikel, weil sie ihre Themen gerne ausführlich bespricht und in die Tiefe geht.

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